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Der innere Treiber

Hallo ihr Lieben,

auf mein letztes Email „Orgasmus beim Positiv Fühlen“ bekam ich unerwartet viele Rückmeldungen. Es wird eine Weile dauern, die Antworten ausführlich auszuwerten. Sollte dieses Email bei euch nicht angekommen sein, dann könnte das an eurem Spam-Filter liegen, da das Wort „Orgasmus“ im Betreff verwendet wurde. Zusammengefasst ging es einfach nur um die Info, dass beim Positiven Fühlen bei einigen wenigen Menschen ungewöhnliche Nebenwirkungen auftreten können!

Momentan sieht es so aus, als wäre die Art der Anwendung des Positiven Fühlens nicht die Ursache der Orgasmen, da ich im Austausch mit den Betroffenen keinerlei Übereinstimmungen bei der Anwendung der Technik finden konnte. Klar ist jedoch schon mal, dass die Orgasmen zwar unerwartet und plötzlich aufkamen, die Leute jedoch fast alle rechtzeitig bremsen konnten, bevor es in der Öffentlichkeit peinlich wurde. Einer meiner Leserinnen gelang dies jedoch leider nicht mehr. Sie war so überrascht von ihren Körpergefühlen, dass es einfach passierte.

Dieses Orgasmus-Phänomen ist nicht neu. Es ist seit Jahrzehnten aus dem Autogenen Training, der Progressiven Muskelentspannung und der Meditation bekannt. Nur steht man beim Meditieren in der Regel nicht im Supermarkt an der Kasse! Das Positive Fühlen kann man jedoch immer und überall anwenden, was die Sache etwas heikler macht.

Einige meiner Leser empfanden es übrigens als sehr verwerflich, dass ich dieses Thema hier im Online-Kurs überhaupt angesprochen habe, sodass sie sich sofort aus dem Kurs-Verteiler ausgetragen haben. Ich selbst empfände es jedoch von meiner Seite aus als verwerflich, wenn ich über diese Nebenwirkung des Positiven Fühlens nicht berichten würde. Ich bin der Meinung, man sollte wissen, auf was man sich einlässt, damit man im Falle eines Falles richtig handeln kann. Dann wird es auch nicht so peinlich an der Supermarktkasse! Nach den bisherigen Rückmeldungen zu urteilen, muss man nämlich einfach nur aufhören, weiter hochzuziehen, wenn man nicht will, dass es passiert. Man kann diese Nebenwirkung also sehr leicht kontrollieren.

Neben den Berichten der Betroffenen und den empörten Mails der Ausgestiegenen bekam ich auch unerwartet viele Anfragen, ob ich diese Methode dann auch im Positiv Fühlen Seminar lehren werde. Sorry, aber das ist nicht mein Ding, auch wenn mich einige meiner Leser wegen dieser Entscheidung als langweilig bezeichnet haben. Ich möchte dieses Phänomen zwar ergründen, und ich möchte es auch persönlich beherrschen, aber ich möchte mich nicht mit Hundert Leuten ins Seminar stellen und Orgasmen üben.

Ich genieße es, Intimitäten ausschließlich mit meiner Partnerin zu teilen. Das empfinde ich als etwas sehr Schönes und als etwas, was unsere Bindung noch einmal zusätzlich stärkt. Ich finde es jedoch auch vollkommen in Ordnung, wenn das jemand anders leben will. Es gibt auf dieser Welt viele Ansichten darüber, was richtig und gut ist. Ich habe meine Entscheidung diesbezüglich jedoch vor Jahrzehnten bereits getroffen und bin immer noch sehr zufrieden damit.

Ich werde also keine Orgasmusübungen im Seminar durchführen. Doch werde ich in diesem Online-Kurs wie versprochen über eventuelle Möglichkeiten berichten, wenn sich herausstellen sollte, dass es eine spezielle Vorgehensweise beim Positiven Fühlen dazu gibt. Wer es dann ausprobieren will, kann das gerne tun. Spannend ist es allemal, auch wenn es sich nur um eine Nebenwirkung des Positiven Fühlens handelt.

Und jetzt zum dritten Beitrag des Online-Glückskurses 2009 und damit zur wichtigsten Entscheidung, die ein Mensch auf seinem Weg zum Glück überhaupt treffen kann. Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Thema hier im Online-Kurs überhaupt behandeln soll, da ich mit dem Vermitteln von wertvollen Erkenntnissen eigentlich mein Geld verdiene. Die wertvollste Erkenntnis von allen kostenlos rauszuhauen, kostet mich als Unternehmer zugegebenerweise etwas Überwindung. Aber ich bin eben nicht nur Unternehmer sondern in erster Linie auch Mensch. Und als Mensch kann ich dieses Wissen einfach nicht nur einigen wenigen zahlenden Kunden zukommen lassen. Es geht uns alle an und sollte so weit wie möglich verbreitet werden. Was ihr nachfolgend lesen werdet, könnte unsere Welt verändern!

In diesem Sinne wünsche ich euch also viel Spaß und vor allem viel Erfolg bei der Umsetzung des nachfolgenden Entscheidungsprozesses.

Ach ja… Für alle, die neu dabei sind: Dieser Online-Kurs baut auf das Buch Robin und das Positive Fühlen auf. Ohne das Lesen dieses Buches kann man die Kursbeiträge nur sehr oberflächlich verstehen und umsetzen. Wenn ihr euch unabhängige Rezensionen zum Buch anschauen wollt, dann schaut doch mal bei amazon.de vorbei.

Der innere Treiber

Wie der Titel dieses Beitrags schon vermuten lässt, gibt es in unserer menschlichen Natur einen Gegenspieler zum inneren Schweinehund, über den ich ja bereits im Teil 1 dieses Online-Glückskurses berichtet hatte. Diesen Gegenspieler, genannt „innerer Treiber“, sollte man ebenfalls kennen, wenn man eine Chance auf dauerhaftes Glück haben möchte, denn seine Auswirkungen auf unser Leben sind noch gravierender als die des inneren Schweinehundes.

Man fand diesen mächtigen Gegenspieler in einer Sozialstudie, die in über vierzig Ländern verschiedenster Kulturen durchgeführt wurde. Zu Anfang erkannte man jedoch seine immense Bedeutung für unser aller Leben nicht im Entferntesten. Man dachte zunächst, er mache unser Leben und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen einfach nur ein wenig komplizierter. Vor allem bei Frauen sah man dies sehr deutlich immer kurz vor ihrer Periode.

Bei genauerem Hinsehen wurde jedoch sehr schnell klar, dass der innere Treiber nicht nur einmal pro Monat ein wenig Stress bei den Frauen verursacht. Er ist maßgeblich für die immer wiederkehrende Unzufriedenheit verantwortlich, mit der sich fast alle Menschen auf dieser Welt herumschlagen müssen - manche mehr, mache weniger und sogar permanent! Die Auswirkungen dieser Unzufriedenheit auf unser Glücksbefinden sind sogar so groß, dass sehr viele Menschen Glück und Zufriedenheit als ein und dasselbe ansehen. Tatsächlich ist der innere Treiber damit der Hauptgrund für das niedrige Glücksniveau der gesamten Gattung Mensch.

Dabei will der innere Treiber eigentlich nichts Böses. Er will einfach nur mehr! Mehr Liebe, mehr Geld, mehr Sex, mehr Sinn, mehr Erfüllung, mehr Ansehen, mehr Sicherheit, mehr Freiheit, mehr Macht, mehr alles, mehr jedes! Und das in regelmäßigen Abständen.

Dem inneren Treiber haben wir unseren technologischen und sozialen Fortschritt zu verdanken und vieles andere mehr. Ohne diesen permanenten Antrieb wäre die Menschheit nicht zur herrschenden Gattung auf diesem Planeten geworden. Doch was in der Frühzeit des Menschen ein Segen war, wird mittlerweile immer mehr zur größten Gefahr auf diesem Planeten überhaupt.

Das unkontrollierte Verlangen nach mehr ist nicht nur die Hauptursache von Unzufriedenheit, Krieg und Kriminalität, sondern führt auch dazu, dass wir nach und nach immer mehr unsere eigene Lebensgrundlage und damit alles Leben auf diesem Planeten zerstören. Diesen Punkt habe ich in Robin und das Positive Fühlen ja sehr ausführlich erörtert, daher möchte ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen.

Der innere Treiber sollte also unbedingt in sinnvolle Bahnen gelenkt werden, wenn der einzelne eine Chance auf ein glückliches Leben und die Menschheit eine Chance auf ein Überleben auf diesem Planeten haben will. Ich betrachte dies als die größte Herausforderung, vor der die Menschheit momentan steht. Schaffen wir das nicht, hat das Leben auf diesem Planeten auf Dauer keine Chance. Wir werden uns auch weiterhin mehr von der Natur nehmen als sie vertragen kann und sie damit unweigerlich Stück um Stück zerstören.

Was uns zum Zerstörer macht, ist das ungezügelte, instinktive Verlangen nach mehr. Die Evolution hat einfach nicht damit gerechnet, dass der Mensch irgendwann so viel Macht bekommt, dass unserem Verlangen keine natürlichen Grenzen mehr gesetzt werden können. Jede andere Gattung auf dieser Welt wird durch andere Gattungen oder die Umweltbedingungen, die sie zum Überleben brauchen, auf natürliche Weise in ihrem Verlangen begrenzt. Auf diese Weise nutzen Tiere das Maximum ihrer Möglichkeiten voll aus, was einen klaren Überlebensvorteil bedeutet.

Für den Menschen gibt es jedoch keine anderen Gattungen, die ihn wirklich noch in seinem Verlangen nach mehr begrenzen könnten. Wir haben uns mit Abstand an die Spitze der Nahrungskette gesetzt. Auch sind wir in der Lage, uns den verschiedensten Umweltbedingungen auf der ganzen Welt anzupassen. Uns fehlen daher die natürlichen äußeren Begrenzungen. Wir haben daher keine andere Möglichkeit, als „uns selbst“ eine Vernunftgrenze zu setzen.

Mit „uns selbst“ meinte ich tatsächlich jeden einzelnen von uns. Die Regierungen dieser Welt können so viele Grenzen (Gesetze und Abkommen) setzen, wie sie wollen. Der Einzelne wird sich instinktiv gegen diese Bevormundung auflehnen und sie umgehen, wo immer er Möglichkeiten dazu findet. Und es gibt immer Möglichkeiten! Auch die verschiedenen Weltreligionen konnten in den letzten Jahrtausenden die notwendigen Grenzen nicht durchsetzen. Weder die Angst vor der Hölle, noch die Angst vor einem schlechten Karma usw. waren in der Lage, das Verlangen des Menschen in naturverträgliche Bahnen zu leiten.

Die Grenzen können uns also nicht von „außen“ vorgesetzt werden. Wir müssen uns selbst aus bestem Wissen und Gewissen dazu entscheiden. Und zwar jeder einzelne von uns! Und das funktioniert nur, wenn jeder einzelne von uns seinen Vorteil darin erkennt, denn wir wollen immer das Beste – und zwar für uns selbst! Wir sind in unserem Urkern Egoisten, auch wenn das niemand gerne hört. Es gibt zwar einige wenige Ausnahmen, wo unser Instinkt das Überleben der Gemeinschaft vor unser eigenes setzt, doch abseits dieser Ausnahmen, stellen wir uns selbst an oberste Stelle. So hat die Natur uns geschaffen, und diese Veranlagung muss bei einer Lösung des Dilemmas berücksichtigt werden, wenn sie wirklich funktionieren soll. Und genau dran scheiterten alle Weltreligionen und alle Gesellschaftsformen bisher. Sie versuchten, den einzelnen zu manipulieren oder gar zu zwingen.

Unser Bewusstsein ist mittlerweile weit genug entwickelt, um unser instinktives Verlangen nach mehr in für uns persönlich vorteilhafte und vernünftige Bahnen zu lenken. Wir sind nicht mehr Sklaven unserer Instinkte. Die Führung des Bewusstseins erfordert dazu jedoch ein umfassendes Verständnis über unsere tatsächliche Macht. Doch worin besteht diese Macht über unsere instinktiven Veranlagungen eigentlich genau?

Auf den Punkt gebracht besteht sie aus unserem freien Willen. Gewusst wie können wir mit unserem freien Willen schöpferische Motivationen erschaffen und zerstörerische ablegen. Und unsere Motivationen sind der Kern unserer Macht! Sie wirken vor allem auf unser Emotionalgehirn unglaublich machtvoll. Nehmen wir eine andere Motivation an, verändert sich im gleichen Augenblick unser gesamter emotionaler, psychologischer und physiologischer Funktionsmodus. Das heißt: Wir fühlen anders, denken anders, wollen etwas anderes, und unser Körper funktioniert anders.

Nehmen wir eine alltägliche Situation, um diesen Sachverhalt nachempfindbar zu machen. Stell dir vor, du führst ein lockeres Gespräch mit deinem Partner. Alles ist in bester Ordnung. Du fühlst dich wohl und geliebt. Doch plötzlich fängt er an, dir subtil und gleichzeitig äußerst unfair die Schuld für etwas zuzuschieben, was in eurer Beziehung schief gelaufen ist. Augenblicklich startest du die Motivation, diese unfaire Anschuldigung zurückzuweisen.

Dein emotionaler Zustand ändert sich durch diese Motivation innerhalb einer Sekunde, und dein Verstand geht sofort auf die Suche nach Verteidigungsargumenten, während dein Körper sich auf einen Kampf vorbereitet, indem er dein Herz und deine Atmung beschleunigt und das Blut aus deinen anderen Organen in die Muskeln presst.

Du wehrst dich also massiv gegen seine Vorwürfe, denn du bist im Kampfmodus. Doch plötzlich wird deutlich, dass dein Partner in Wirklichkeit nur einen Scherz machen wollte. Er wäre nie auf die Idee gekommen, dass du das ernst nimmst und entschuldigt sich für diesen schlechten Scherz. Du hast ihm jedoch sofort ein paar sehr üble Dinge an den Kopf geworfen, was dir jetzt Leid tut. Du willst das wieder gut machen. Das heißt, du nimmst in diesem Moment eine neue Motivation an, was augenblicklich abermals deine Gefühle, dein Denken und die Physiologie deines Körpers sofort verändert.

Unsere Motivationen geben unserem Emotionalgehirn Aufgaben vor, für deren Erfüllung es uns immer sofort in den seiner Meinung nach sinnvollsten Funktionsmodus bringt. Genau darin liegt die größte Macht unseres Bewusstseins. Wir können unsere Motivationen mit unserem freien Willen gestalten. Nur sollten wir dies immer mit Bedacht tun, denn diese Macht ist tatsächlich sehr groß. (Und wie der Großvater von Spiderman schon sagte: Große Macht bringt große Verantwortung! )

Je besser wir die Zusammenarbeit zwischen unserem Großhirn und unserem Emotionalgehirn verstehen, desto geschickter können wir unsere Motivationen gestalten, um dem Emotionalgehirn Aufgaben vorzugeben und auf diese Weise bestmöglich unsere Ziele zu erreichen.

Ziele, Motivationen, Aufgaben?!? Falls du jetzt komplett verwirrt bist: Ein Ziel ist etwas, was wir haben oder sein wollen. Eine Motivation ist hingegen etwas, was wir tun wollen, um das zu kriegen, was wir haben oder sein wollen. Für unser Emotionalgehirn stellt unsere Motivation eine Aufgabe dar, die jetzt zu erledigen ist. Dazu bringt es uns in den passenden Funktionsmodus. So funktioniert der Mensch.

Sehr häufig machen wir uns jedoch über die richtige Motivation keine allzu großen Gedanken. Wir teilen unserem Emotionalgehirn einfach nur unser Ziel mit. Leider ist unser Emotionalgehirn mit vielen unserer Ziele komplett überfordert. Es versucht, sie in seine einfache Welt einzuordnen und als Aufgabe zu verstehen.

Nehmen wir auch hierzu wieder ein Beispiel: Die meisten Menschen wollen eine Erkältung möglichst schnell wieder loswerden. Dies ist in Wirklichkeit ihr Ziel. Sie machen jedoch unwissentlich und unbeabsichtigt daraus eine Motivation, was ziemlich unsinnige Auswirkungen in unserem Emotionalgehirn zur Folge hat.

Das Emotionalgehirn versucht nämlich, diese Motivation in seinem bescheidenen Rahmen zu verstehen. Es ordnet sie in die Rubriken ein, die es kennt. Wir wollen die Erkältung loswerden. Für das Emotionalgehirn gibt es einige wenige Rubriken, in der diese Motivation einen Sinn ergibt. Wir wollen „jemanden“ loswerden, das ist unser Ziel. Das Emotionalgehirn kann jetzt zwischen folgenden Motivationen wählen: Es will diesen jemand gewaltsam vertreiben oder ihm wenigstens mit Ablehnung drohen; es will sich vor ihm verstecken; es will vor ihm weglaufen; es will den Kontakt mit diesem jemand meiden; es will einfach so tun, als wäre er nicht da, damit er merkt, dass er hier nicht dazu gehört; es will sich diesem Gegner unterordnen und um Gnade bitten, damit er ihm nichts tut.

Dass dieser Jemand kein Mensch und kein Tier sondern eine Erkrankung ist, kann das Emotionalgehirn nicht verstehen. Kein Tier würde auf die Idee kommen, seine Krankheiten in die Flucht schlagen zu wollen. Wenn es jemanden vertreiben will, dann kann das nur ein anderes Tier sein.

Zur Erfüllung dieser Aufgabe bringt uns das Emotionalgehirn dann in den seiner Meinung nach passenden Modus – z.B. in den Kampfmodus! Doch lassen sich natürlich Erkältungen nicht einfach gewaltsam in die Flucht schlagen. Im Gegenteil! Durch den Kampfmodus wird die Aktivität des Immunsystems ganz erheblich herabgesetzt, was die Erkältung natürlich eher verlängert.

Wenn wir hier jedoch sinnvolle Motivationen vorgeben wollen, eröffnen sich sofort völlig neue Möglichkeiten. Aus der Psychoneuroimmunologie wissen wir zum Beispiel, dass die beste Möglichkeit zur Steigerung unserer körperlichen Abwehrkräfte darin besteht, möglichst intensive Zusammengehörigkeitsgefühle zu empfinden. So bleiben bei Grippeepidemien bevorzugt die Menschen gesund, die gerade frisch verliebt sind. Die Verliebtheit ist ein Funktionsmodus, der durch bestimmte Motivationen gestartet wird. Unter anderem der Motivation, die Bindung zwischen uns und unserem Schatzi zu verstärken. Nun kann man diese Motivation natürlich auch in einer langjährigen Partnerbeziehung oder in einer Freundschaft aktivieren und damit Zusammengehörigkeitsgefühle auslösen.  

Das bedeutet, wenn man das Ziel hat, seine Erkältung möglichst schnell loszuwerden, dann aktiviert man dazu am besten die Motivation, die Bindung zu seinen Liebsten stärken zu wollen. Damit stärkt man dann automatisch auch das Immunsystem.

Auf solche Lösungen kann man natürlich nur kommen, wenn man sich mit der Funktionsweise des Emotionalgehirns bestens auskennt. Und genau das habe ich mir zum Ziel gesetzt. Ich betrachte mich seitdem als Motivationsdesigner, denn hier liegt die größte Macht hinsichtlich unseres Glücks, unserer Gesundheit, unseres Erfolges auf allen Ebenen und unserer Realitätsgestaltung.

Wann immer ich etwas will, frage ich mich sofort, mit welcher Motivation ich mein Ziel am besten erreichen kann. Ich frage mich also nicht mehr, was soll ich jetzt machen. Meine Frage lautet: Was soll ich jetzt wollen?! Welche Motivation ist für mein Ziel jetzt die richtige?

Die Motivationen, die ich in diesem Online-Kurs und im Positiv Fühlen Seminar anbiete, sind sehr sorgfältig entwickelt und getestet worden. Sie sind bestens geeignet, um unsere wahren Ziele auf schnellstmöglichem Wege zu erreichen.

So auch die Motivation, Wertschätzung für all das zeigen zu wollen, was wir bereits Schönes und Gutes besitzen. Diese Motivation ist eine hervorragende Lösung für unser Treiber-Problem, was man jedoch erst richtig erkennen kann, wenn man sich die Konsequenzen dieser Motivation ausführlich anschaut. Genau das werden wir nachfolgend gemeinsam tun, damit du diese Anschauungen in deinen Entscheidungsprozess einfließen lassen kannst. Denn der Entscheidungsprozess ist das effektivste Werkzeug, um gewünschte Motivationen annehmen und unerwünschte ablegen zu können.

Das Verlangen, mehr zu wollen, verhalf dem Frühmenschen wie gesagt zu mehr Wohlstand und Sicherheit und stellte damit einen deutlichen Überlebensvorteil dar. Doch die Zeiten haben sich geändert! Was früher ein Überlebensvorteil war, ist heute zur größten Gefahr für die gesamte Welt geworden. Das Verlangen, mehr zu wollen, startet in unserem Emotionalgehirn für gewöhnlich die rudimentären Motivationen, uns zu holen, was wir wollen oder es von anderen zu fordern. Diese Motivationen behindern ganz entschieden unser persönliches Glück, machen unsere zwischenmenschlichen Beziehungen sowie die Beziehungen ganzer Nationen zueinander schwierig und zerstören letztendlich das Leben auf diesem Planeten. Es ist also dringend ein wenig Motivationsdesign angesagt!

An unserem instinktiven Verlangen nach mehr können wir dabei jedoch nicht viel ändern. Das ist uns fest einprogrammiert. Wir wollen mehr! Die Frage ist, mit welcher Motivation bekommen wir tatsächlich in unserer heutigen Zeit mit unserem heutigen hoch entwickelten Bewusstsein mehr von allen, was uns wirklich wichtig ist? Bekommen wir tatsächlich mehr, wenn wir es uns holen wollen oder es einfach einfordern, oder bekommen wir mehr, wenn wir Wertschätzung für all das zeigen, was wir bereits haben?

Widmen wir uns zur Beantwortung dieser Frage den sechs Punkten, die zu unserem Entscheidungsprozess gehören, wie er im Buch beschrieben ist.  

1. Wirkung auf andere Menschen: Wie ist deine emotionale Wirkung auf deinen Partner, wenn du die Motivationen annimmst, dir mehr Liebe, mehr Wertschätzung, mehr Anerkennung, mehr dieses, mehr jenes von ihm holen zu wollen? Stell dir mal vor, dein Partner macht das mit dir! Du wirst dich manipuliert oder gedrängt fühlen!

Und wie ist deine Wirkung auf ihn, wenn du seine Liebe einforderst? Wird er dir sofort begeistert um den Hals fallen, wenn du das tust? Sicherlich nicht! Dein Partner wird in den Kampfmodus runterziehen, um sich gegen deine ständig wiederkehrenden Forderungen und deine permanente Unzufriedenheit abzugrenzen, die zwangsläufig entstehen muss, weil du auf diese Weise das Mehr an Liebe nicht kriegen kannst.

Was geschieht jedoch, wenn du es zwar als Ziel stehen lässt, mehr von allem Gutem und Schönen zu bekommen, du aber dazu die Motivation startest, Wertschätzung für all das zeigen zu wollen, was du jetzt schon an Gutem oder Schönem mit ihm hast? Wie nimmt er das zum Beispiel auf? Stell dir das mal genau vor! Ist deine Chance, dann tatsächlich mehr von all dem Schönen und Guten zu bekommen, nicht ungleich viel größer als mit unzufriedenem Rumgetue und massiven Forderungen?

2. Geistige Leistungsfähigkeit: Wie klar kannst du denken, wenn du richtig unzufrieden und frustriert bist, weil du mehr gefordert aber nicht bekommen hast? Wie kreativ bist du in diesem Zustand, um Ideen zu entwickeln, mit denen du dann tatsächlich mehr kriegen könntest? Ich denke, diesen lähmenden emotionalen Modus hast du bestimmt auch schon einmal erlebt, sodass ich nicht mehr viel dazu sagen muss.

Wie klar sind jedoch dein Herz und dein Verstand, wenn du Wertschätzung, Freude, Liebe oder Dankbarkeit fühlst, denn genau diese Gefühle löst du durch die Motivation aus, Wertschätzung zeigen zu wollen? Wie kreativ bist du mit diesen Gefühlen? Du wirst dies sofort spüren, wenn du im Entscheidungsprozess hochgezogen hast. Deine geistige Leistungsfähigkeit schnellt durch diese Gefühle auf 200 Prozent deiner normalen Möglichkeiten. Und damit wirst du auch Ideen finden, wie du auf respektvolle und liebevolle Weise und zum Wohl von euch beiden tatsächlich mehr kriegen kannst.

Die gleiche Motivation würde übrigens, auf die Natur gerichtet, automatisch dafür sorgen, dass wir mit der Natur respektvoll und liebevoll umgehen und sie nicht über jede Grenze hinweg ausbeuten. Das nur nebenbei.

3. Realitätsgestaltung: Was wirst du von der Matrix zurückgespiegelt bekommen, wenn du Mangel, Unzufriedenheit und unerfüllte Forderungen aussendest? Welche Ereignisse ziehst du damit in dein Leben? Sind es die Ereignisse, die du wirklich anziehen willst? Ist es also wirklich sinnvoll, die Motivation stehen zu lassen, dir mehr zu holen oder mehr zu fordern und dabei ständig Unzufriedenheit, Aggressionen, Mangel und andere negative Gedanken auszusenden?

Was spiegelt dir die Matrix hingegen wider, wenn du das wertschätzt und liebst, was du jetzt bereits Schönes und Gutes hast? Im Buch habe ich diesen Punkt sehr ausführlich erörtert: Liebe, was dich umgibt, und du wirst immer mehr von Liebe umgehen sein! Sei dankbar für das, was du hast, und du bekommst immer mehr, wofür du dankbar sein kannst! Erfreue dich an dem, was du hast, und du wirst immer mehr Grund zur Freude haben!

Du wirst also durch die Motivation, deine Wertschätzung durch Dankbarkeit, Freude, Liebe, Zufriedenheit… zu zeigen, immer mehr von allem Schönen und Guten bekommen. Du wirst also tatsächlich das bekommen, was der innere Treiber eigentlich will! Und dabei überschwemmst du die Matrix sogar noch mit positiven und damit heilenden Gedanken, die die Welt unsere Natur wirklich dringend gebrauchen kann.

Es darf also ruhig weiterhin dein Ziel sein, mehr zu bekommen. Es darf nur keine Motivation bleiben, es dir zu holen oder es einzufordern. Deine Motivation sollte heißen: Ich will Wertschätzung für all das „zeigen“, was ich bereits habe. Ich habe das Wort „zeigen“ in Anführungsstriche gesetzt, da viele Menschen dazu neigen, diese Motivation an der Stelle so abzuwandeln, dass das Emotionalgehirn sie nicht mehr richtig verstehen kann. Es darf also weder heißen: Ich will Wertschätzung „empfinden“, noch ich will Wertschätzung „haben“. Es geht tatsächlich darum, die Wertschätzung „zeigen“ zu wollen, denn „haben“ und „empfinden“ sind keine Motivationen sondern Ziele!

Zeige deine Wertschätzung gegenüber anderen Menschen, der Matrix, dir selbst, dem Leben, der Natur usw. Dein Emotionalgehirn weiß genau, was es zu tun hat, um Wertschätzung zu zeigen. Dies wird sich von Situation zu Situation unterscheiden. Mal wirst du dadurch Freude zeigen, mal Dankbarkeit, mal Anerkennung, mal Achtung, mal Respekt, mal Zuneigung, mal Liebe und mal Zufriedenheit. Es kommt ganz auf die Situation an. Auf diese Weise wirst du dir ein Mehr von allem gestalten und gleichzeitig sehr respektvoll und liebevoll mit allem und jedem umgehen.

4. Gesundheit: Dass Unzufriedenheit und Frust in höchsten Maße ungesund ist, wurde von der Psychoneuroimmunologie ausgiebig erforscht. Diesen Punkt hatte ich ja bereits angesprochen. Genauso sieht es mit aggressiven Gefühlen aus, die sowohl zum Fordern als auch beim Holen auftreten können.

Die verschiedenen Glücksgefühle, welche durch die Motivation, Wertschätzung zeigen zu wollen, ausgelöst werden, sind hingegen in höchstem Maße gesund. Sie aktivieren sowohl Immunsystem als auch Selbstheilungskräfte.

5. Glücksempfinden: Wie glücklich fühlst du dich, wenn du Mangegefühle hast? Und wie glücklich fühlst du dich, wenn du Wertschätzung, Dankbarkeit, Liebe, Achtung, Freude und all die anderen schönen Gefühle empfindest, mit denen du deine Wertschätzung für das Gute in deinem Leben zeigen kannst?

6. Tagesenergie: Über wie viel Energie verfügst du, wenn du unzufrieden und frustriert bist? Und wie viel Energie hast du, wenn du mal wieder spürst, wie schön dein Leben in Wirklichkeit ist? Genau das wirst du spüren, wenn du diese Motivation annimmst.

Das waren also die sechs Punkte, die wir im Entscheidungsprozess betrachten. Ich empfehle dir wie im letzten Monat, dich von Michael im Buch an Robins Stelle durch diesen Prozess führen zu lassen. Lies dazu erneut die Seiten 330 bis 333.

Zieh im Entscheidungsprozess so oft hoch und runter, bis dir die Motivationen, dir mehr zu holen oder es einzufordern absolut kurzsichtig und bescheuert vorkommen. Du bekommst durch diese Motivationen nicht mehr vom Schönen und Guten. Ganz im Gegenteil! Du ziehst immer mehr Negatives in dein Leben.

Du bekommst jedoch mehr vom Positiven, wenn du für das Ziel, mehr zu bekommen, die Motivation annehmen kannst, deine Wertschätzung für all das Gute und Schöne in deinem Leben zeigen zu wollen. Deine emotionale Wirkung, deine Leistungsfähigkeit und deine Realitätsgestaltung werden dafür sorgen. Diese Motivation sollte dir als sinnvoll, vorteilhaft, gut und lohnend wie eine Offenbarung einfahren.

Wie beim inneren Schweinehund wirst du feststellen, dass auch der innere Treiber ständiger Zuwendung bedarf. Er kommt in regelmäßigen Abständen und macht dir das Gefühl, dass du mehr willst. Das ist seit Millionen von Jahren schon sein Job und den wird er auch weiterhin gnadenlos durchziehen. Daran können wir nichts ändern. So ist unsere menschliche Natur einfach nun mal beschaffen. Doch liegt es bei uns, wie wir mit unserem ständigen Verlangen nach mehr umgehen. Lassen wir es zu, dass uns dieses Verlangen das Leben vermiest und letztendlich die Welt zerstört, oder lenken wir es in sinnvolle Bahnen, indem wir uns jedes mal erneut wieder klar machen, dass auch hier die Motivation, Wertschätzung zeigen zu wollen, absolut angesagt ist.

Die Wichtigkeit dieser Umsetzung findest du in allen großen Philosophien und Religionen dieser Welt wieder. Der innere Treiber hat dort nur andere Namen. Doch überall wird versucht, ihn in den Griff zu bekommen. In fernöstlichen Weisheitslehren wird er beispielsweise oft Ego genannt. Man versucht, das Ego zu überwinden oder es gar vollständig aufzulösen. Da man dabei gegen sein eigenes Emotionalgehirn kämpfen muss, stellt dieser Weg einen so langen und steinigen Pfad dar, dass er sich nicht bei allen Menschen dieser Welt als richtigen Weg durchsetzen konnte.

Das Kanalisieren dieses Verlangens in die Motivation des Wertschätzung Zeigens ist hingegen von Anfang an einfach und wirkungsvoll, da es die egoistischen Eigenschaften unserer menschlichen Natur berücksichtigt. Wenn du es auf diese Weise schaffst, dein Verlangen in den Griff zu kriegen, wirst du von heute an ein neues Lebensgefühl als große Seele erleben und mit deinem persönlichen Glück Tag für Tag dazu beitragen, dass unsere schöne Welt uns erhalten bleibt und sogar noch schöner wird. Ich wünsche dir und uns allen viel Erfolg dabei.

Wenn du bei dieser Umsetzung Nägel mit Glücksköpfen machen willst, dann komm ins Positiv Fühlen Seminar. Dort wirst du den Entscheidungsprozess in einer deutlich weiter entwickelten und damit noch effektiveren Form kennen lernen, wie er in ein paar Jahren im Folgebuch zu Robin und das Positive Fühlen beschrieben sein wird. Das Seminar baut also auf Robin auf, geht jedoch in seinen Lerninhalten erheblich weiter.

Ich würde mich freuen, dich dort kennen zu lernen und wünsche dir eine schöne Zeit bis zum nächsten Beitrag meines Online-Glücks-Kurses. Aber vor allem wünsche ich dir noch einmal ganz viel Erfolg mit deinem inneren Treiber, denn dieser Erfolg wird sich für uns alle auszahlen!

In diesem Sinne wünsche ich dir alles Liebe und eine wundervolle Zeit.


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