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Eine weitere Chance für die Liebe

Eine weitere Chance für die Liebe

Im Kurs-Beitrag (Wie bescheuert ist das denn?) hatte ich bereits ausführlich erörtert, wie wir im Allgemeinen vorgehen, wenn wir unliebsame Eigenschaften bei unserem Partner oder anderen Menschen loswerden wollen. Wir versuchen, sie zu vertreiben, als seien es eigenständige lebendige Wesen, die wir mit Ablehnung und ähnlichen Maßnahmen dazu bringen könnten, dass sie von alleine gehen. (Falls du diesen Kursbeitrag noch nicht gelesen hast, empfehle ich, dies nachzuholen, da dieser Beitrag sonst nur sehr schwer nachvollzogen werden kann.)

Natürlich führt die Vertreibungsmotivation einer unerwünschten Verhaltensweise oder Eigenschaft nicht zum gewünschten Ergebnis. Eigenschaften und Verhaltensweise sind keine eigenständigen Lebewesen, denen man mit Ablehnung zeigen kann, dass sie verschwinden sollen. Im Allgemeinen wirkt sich diese Motivation daher eher negativ aus. Man kann sie sogar schon fast als Standardverfahren bezeichnen, mit dem sich die meisten Menschen ihre Liebesbeziehungen erschweren oder sogar zerstören. (Die gleiche Motivation wenden wir übrigens auch auf uns selbst an und erschweren damit unsere Eigenliebe.)

Im Entscheidungsprozess, den ich dir diesen Monat anbieten möchte, werden wir daher folgende Motivationen gegenüberstellen:

    1. Die Motivation, unerwünschte Verhaltensweisen oder Eigenschaften beim Partner loswerden zu wollen.

    2. Die Motivation, den Partner zum Entwickeln von beiderseitig erwünschten Verhaltensweisen und Eigenschaften zu motivieren und ihn dabei zu unterstützen.

Eine Beziehung kann man nur dann verbessern, wenn die neue Eigenschaft oder Verhaltensweise für beide Beziehungspartner eine Verbesserung darstellt. In der Regel lassen sich solche Eigenschaften und Verhaltensweisen so gut wie immer finden, wenn man sich ausreichend Zeit und Muße zum Nachdenken nimmt und offen darüber redet. Hier kommt es natürlich drauf an, in welchem Funktionsmodus man seinen Partner anspricht. Zieht man aufgrund der Loswerdmotivation in den Kampfmodus runter, wird das Gespräch sicherlich keinen harmonischen und für beide Seiten positiven Verlauf nehmen. Dein Partner fühlt sich manipuliert.

Bevor du also mit ihm über seine negativen Seiten redest, solltest du diesen Entscheidungsprozess am Besten vollständig umgesetzt haben, damit er spürt, dass es für euch beide eine Verbesserung darstellen würde.

Gehen wir also die sechs Punkte durch, die für unseren Entscheidungsprozess erforderlich sind:

1. Wirkung auf andere Menschen: Wie meinst du, ist deine emotionale Wirkung auf deinen Partner, wenn du in den Kampfmodus runterziehst, um eine seiner negativen Seiten zu vertreiben?

Er wird deine Manipulationsabsicht instinktiv erkennen und so ebenfalls in den Kampfmodus runterziehen, um sich dagegen zu wehren. (Es sei denn, er hat meinen letzten Kursbeitrag gelesen und umgesetzt! J) Und sogar dann, wenn es für ihn selbst besser wäre, eine sinnvollere Verhaltensweise oder Eigenschaft anzustreben, wird er es nicht tun, da er sich glaubt, abgrenzen zu müssen, um seine Integrität zu wahren.

Was geschieht jedoch, wenn du nicht in den Kampfmodus runterziehst sondern in einen positiven Motivationsmodus, weil du mit ihm eine glückliche Ausnahmebeziehung aufbauen willst, wie es sie auf dieser Welt nur sehr wenige gibt? Um das zu erreichen, willst du ihn motivieren, beiderseitig erwünschte Verhaltensweisen oder Eigenschaften zu entwickeln, und du bietest ihm auf eine liebevolle Weise deine Unterstützung dazu an.

Nebenbei gesagt schadet es nichts, wenn du bei dieser Vorgehensweise den ersten Schritt machst! Dein Partner hat sicherlich auch ein paar Problemchen mit deinen Eigenschaften oder Verhaltensweisen. Rede mit ihm darüber und zeige deine Motivation, Verhaltensweisen und Eigenschaften entwickeln zu wollen, die für euch beide eine Verbesserung darstellen würden. Wenn dir die Umsetzung des letzten Kursbeitrages gelungen ist, dann sollte dies kein Problem sein.

Nachdem du den ersten Schritt gemacht hast, sollte die Bereitschaft deines Partners für eigene Veränderungen dann ebenfalls größer geworden sein. Dafür sorgt alleine schon sein Bedürfnis, dir nichts schuldig bleiben zu wollen. In Robin nannte ich dieses Bedürfnis „ausgleichende Gerechtigkeit“.

Entscheidend für den Erfolg einer solchen Maßnahme ist natürlich dein eigener emotionaler Modus. Spürt er deine Liebe, dein Wohlwollen und deine Begeisterung, wird er sehr viel eher bereit sein, sich auf dieses Projekt einzulassen. Eine Garantie gibt es natürlich nicht, aber deine Erfolgschancen sind um ein Vielfaches höher als mit dem Rumgezicke, das die übliche Folge einer negativen Loswerdabsicht seiner negativen Eigenschaften oder Verhaltensweisen ist.

2. Geistige Leistungsfähigkeit: Wie klar kannst du denken, wenn du im Kampfmodus bist? Und wie gut kannst du auf deinen Partner im Kampfmodus eingehen und die richtigen Worte finden? Wie gut kannst du Verständnis, Mitgefühl und Liebe für ihn aufbringen?

Und wie klar bist du in deinem Herzen und in deinem Verstand, wenn du deinen Partner zur Entwicklung von Eigenschaften und Verhaltensweisen verführen und unterstützen willst, die für euch beide eine Bereicherung darstellen?

3. Realitätsgestaltung: Was wirst du von der Matrix zurückgespiegelt bekommen, wenn du dich auf das Loswerden von negativen Eigenschaften und Verhaltensweisen fokussierst? Die Antwort ist einfach: Es werden weitere Eigenschaften und Verhaltensweisen auftauchen, die du loswerden willst, denn darauf richtet sich ja deine Energie.

Was spiegelt dir die Matrix jedoch zurück, wenn du ihn zu positiven Eigenschaften und Verhaltensweisen verführen willst, die dazu beitragen, dass aus eurer Beziehung etwas ganz, ganz besonderes wird?

Wenn es um die Veränderung von Eigenschaften und Verhaltensweisen geht, solltest du darauf achten, dass du die Notwendigkeit dieser Veränderung so klein wie möglich hältst. Frage dich dazu mehrere Male hintereinander, ob diese Veränderungen tatsächlich lebensnotwendig sind, oder ob sie in Wirklichkeit nicht einfach nur schön für dein Glück wären. Schön, aber nicht notwendig!

4. Gesundheit: Wie ich letzten Monat schon geschrieben habe, ist Beziehungsstress in höchsten Maße ungesund. Ein kleiner Streit mit dem Partner reduziert die Aktivität des Immunsystems für mindestens sechs Stunden um sage und schreibe 50 Prozent! Weiterhin leidet die Organregeneration ganz erheblich unter dem Kampfmodus.

Gesundmacher Nr. 1 ist jedoch die wahrgenommene soziale Unterstützung, die du mit der neuen Motivation zwischen dir und deinem Partner immer stärker ausbaust.

5. Glücksempfinden: Wie glücklich fühlst du dich im Kampfmodus? Und wie glücklich, wenn du mit deinem Partner am gleichen Strang ziehst, um etwas sehr Seltenes und Bedeutendes aufzubauen?

6. Tagesenergie: Über wie viel Energie verfügst du, wenn es in der Beziehung ständig Rumgezicke gibt? Und wie viel Energie hast du, wenn du für ein wirklich lohnendes Ziel hoch motiviert und voller Liebe bist?

Das waren also wieder einmal die sechs Punkte für den Entscheidungsprozess. Nachfolgend noch einmal die Kurzbeschreibung des Prozesses, damit du nicht nachschlagen musst.

Kurzbeschreibung Entscheidungsprozess

1. Erst runterziehen, dann die folgenden sechs Fragen zur Negativmotivation stellen:

-         Wie ist meine emotionale Wirkung auf andere Menschen, wenn ich diese Motivation spüre?

-         Wie ist meine geistige Leistungsfähigkeit bei dieser Motivation?

-         Welche Realität gestalte ich mir mit dieser Motivation?

-         Wie gut ist mein Glücksempfinden während ich diese Motivation spüre?

-         Wie wirkt sich diese Motivation auf meine Gesundheit aus?

-         Wie wirkt sie sich auf meine Tagesenergie aus?

2. Danach hochziehen und die sechs Fragen noch einmal zur Positivmotivation stellen.

3. Schritt 1 und 2 so oft wiederholen, bis du keine Motivation mehr fürs Negative verspürst, sondern stattdessen stark motiviert für das Positive bist.

4. Bring deine Entscheidung ins Detail. Gehe mehrere Eigenschaften und Verhaltensweisen deines Partners durch, die du ursprünglich loswerden wolltest und sorge dafür, dass du dabei die neue Motivation spürst und nicht mehr die alte Loswerdabsicht. 

An alle, die bereits im Positiv Fühlen Seminar waren und die Technik des EMDR kennen: Geht ebenfalls mehrere Eigenschaften und Verhaltensweisen durch, die ihr gerne loswerden möchtet. Macht dabei jedes Mal für 20 bis 30 Sekunden die schnellen Augenbewegungen. Wenn ihr auf diese Weise 5 Beispiele durchgegangen seid, hat euer Unterbewusstsein die Entscheidung zur positiven Motivation generalisiert. D.h. die Umstellung auf die Positivmotivation passiert jedes Mal automatisch, wenn ihr wieder einmal eine Verhaltensweise oder eine Eigenschaft des Partners loswerden wollt.

Falls du die neuroemotionale Integration in Verbindung mit dem Motivationsdesign ebenfalls erlernen möchtest, würde ich mich freuen, dir diese Methode im Seminar vermitteln zu dürfen. Weiterhin kannst du dort die neueste Generation an Positivem Fühlen erleben.

Das Positive Fühlen hat gerade wieder einmal einen Quantensprung gemacht! Ich habe entdeckt, dass das Positive Fühlen es möglich macht, ein seelisches Wohlgefühl in sich zu entdecken, das die meisten Menschen zwar aus wenigen superschönen Momenten ihres Lebens kennen, es aber nicht gezielt herbei führen können. Dieses superschöne Wohlgefühl ist vollständig unabhängig von den äußeren Umständen und lässt sich sehr leicht dauerhaft aufrecht halten. So, wie es sich anfühlt, ist es das Grundgefühl der eigenen Seele.


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