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Realitätsgestaltung Teil 3

Realitätsgestaltung Teil 3: Glück vermehren

Wie in meinem letzten Glückstipp (Realitätsgestaltung Teil 2) beschrieben, gibt es eine einfache Gesetzmäßigkeit, die maßgeblich über Wunscherfüllung oder Problemgestaltung entscheidet. Wann immer die Wahrscheinlichkeit höher ist als die Notwendigkeit, erleben wir Erfüllung. Ist die Notwendigkeit jedoch größer als die Wahrscheinlichkeit, gestalten wir uns Probleme.

Das Verhältnis zwischen Notwendigkeit und Wahrscheinlichkeit entscheidet jedoch nicht nur über die Realitätsgestaltung, es entscheidet genauso über unser Glücksempfinden. Ist die Notwendigkeit höher, empfinden wir Problemgefühle, ist die Wahrscheinlichkeit höher, empfinden wir Glücksgefühle. Realitätsgestaltung und Glücksempfinden folgen damit den gleichen Gesetzmäßigkeiten. Und das ist kein Zufall!

Hier gilt eine weitere elementare Gesetzmäßigkeit über die sich übrigens alle einig sind, die sich ernsthaft mit Realitätsgestaltung befassen. Sie lautet: Wie innen so außen! Die Ereignisse und Umstände in unserem Leben spiegeln ganz exakt unser Denken und Fühlen wider. Von dieser Regel gibt es keine Ausnahme!

Diese Regel ist überaus bedeutend, wenn wir mit der Realitätsgestaltung wirklich Glück in Form von glücklichen Ereignissen oder Lebensumständen in unser Leben ziehen und nicht nur Erfolg mit der Parkplatzbestellung haben wollen. Diese Gesetzmäßigkeit macht eine ganz klare Vorgabe: Wenn eine Realitätsgestaltungsmethode glückliche Lebensumstände und glückliche Ereignisse herbeiführen soll, dann muss sie uns gleichzeitig ein höheres Glücksempfinden in unserem Inneren bescheren. Tut sie das nicht, wird sie nicht funktionieren!

Viele Menschen lassen diese Gesetzmäßigkeit außer Acht und bestellen sich Reichtum und andere glückliche Lebensumstände, obwohl sie in ihrem Inneren Mangel, Unzufriedenheit, Frust, Angst usw. empfinden. Solche Bestellungen werden leider geliefert. Und das meistens schneller als man sich das wünscht! Man ruft mit solchen Bestellungen Ereignisse hervor, welche erneut den gefühlten Mangel, die Unzufriedenheit, den Frust, die Angst usw. widerspiegeln. Und zwar genau in den Lebensbereichen, auf die sich die aufgegebene Bestellung bezogen hat. Wie innen so außen! Von dieser Regel gibt es wie gesagt keine Ausnahme – egal, wie man es dreht und wendet.

Das ist der Grund, warum ich diesen Glückstipp anders aufgebaut habe, als im letzten angekündigt. Ursprünglich wollte ich einfache Möglichkeiten beschreiben, wie man die Wahrscheinlichkeit einer Wunscherfüllung erhöhen und die Notwendigkeit reduzieren kann. Als ich diese einfachen Möglichkeiten jedoch zusammenstellte, fiel mir auf, dass sie allesamt komplett ungeeignet waren, um unser alltägliches Glücksniveau anzuheben und damit tatsächlich auch Glück in Form von glücklichen Ereignissen oder Lebensumständen in unser Leben zu ziehen.

Besagte einfache Möglichkeiten wären allenfalls dazu geeignet, ungewöhnliche - jedoch auch gleichzeitig unbedeutende - „Zufälle“ zu gestalten, anhand derer man sich davon überzeugen kann, dass an der Sache mit der Realitätsgestaltung etwas dran sein muss. Doch das ist für die meisten meiner Leser nichts Neues mehr. Die überwiegende Mehrheit kennt die „Bestellungen beim Universum“ und hat sich mit dieser einfachen Methode schon einmal ungewöhnliche „Zufälle“ gestaltet. Oder sie haben „The Secret“ gelesen und sich damit schon einmal einen Wunsch erfüllt.

Dass wir einen mentalen Einfluss auf die Ereignisse in unserem Leben haben, ist für die meisten meiner Leser damit klar. Ich sehe es daher nicht als meine Aufgabe an, diese Erkenntnis erneut zu wecken.

Ich möchte stattdessen all denen neue Möglichkeiten aufzeigen, die erheblich mehr von der Realitätsgestaltung erwarten und wirklich etwas in dieser Hinsicht tun wollen. Es ist möglich, das Glück anzuziehen wie ein Magnet und wesentlich glücklicher zu werden, als sich das die meisten Menschen überhaupt vorstellen können. Doch das ist nur möglich, wenn die angewendete Realitätsgestaltungsmethode tatsächlich auch etwas in uns in Richtung Glück verändert. Ansonsten bestellt man sich wie gesagt sehr schnell Probleme.

Mit den nachfolgenden Ausführungen werde ich tief in die Trickkiste greifen und wesentliche Eckpfeiler meines neuen Realitätsgestaltungs- und Glückskonzeptes offen legen, das ich im Camp an unsere Teilnehmer weiter gebe. Aus geschäftlicher Sicht ist es vermutlich nicht sinnvoll, mein wertvollstes Know-how einfach so auszuplaudern. Aber ich kann einfach nicht anders. Wenn ich etwas Tolles weiß, muss ich es einfach unter die Leute bringen, sonst eitert es noch in mir! Ich will, dass so viele Menschen wie möglich von meinen neuen Entwicklungen erfahren, denn ich wage kaum, es auszusprechen, daher sage ich es nur ganz leise: Dieses Konzept kann die Welt verändern!  

Um mein neues Realitätsgestaltungskonzept verstehen zu können, sind die Kenntnisse einiger neurologischer, psychologischer und quantenphysikalischer Gesetzmäßigkeiten notwendig. Aufgrund der Komplexität dieser Gesetzmäßigkeiten musste ich den gewohnten Umfang meiner Glückstipps ein wenig erweitern. Fangen wir also an mit den neurologischen Eckpfeilern des Glücks:

Unsere Gefühle entstammen einem Gehirnareal, das man Emotionalgehirn nennt. Dieses evolutionär gesehen viele Millionen Jahre alte Gehirnareal ist absolut identisch mit dem aller höheren Säugetiere. Wir haben mit anderen Worten ausgedrückt das gleiche Emotionalgehirn wie Hunde oder Affen. Die Aufgabe des Emotionalgehirns besteht darin, uns in körperliche und geistige Zustände zu bringen, die für die momentanen Anforderungen des Lebens am besten geeignet sind.

Wenn wir kämpfen müssen, bringt unser Emotionalgehirn uns beispielsweise in den Kampfmodus, wenn wir flüchten müssen, in den Fluchtmodus, wenn wir lernen müssen, in den Lernmodus, wenn wir Sex haben wollen, in den Sexmodus usw.

Wählt unser Emotionalgehirn einen falschen Modus, kann es uns beispielsweise passieren, dass wir vor unseren Prüfern in der mündlichen Abitur-Prüfung stehen und nicht einmal mehr wissen, wie wir überhaupt heißen! Unser Gehirn ist vollständig blockiert, denn wir sind im Flucht-, Todstell- oder Kampfmodus. In diesen Überlebensmodi schaltet das Emotionalgehirn die Aktivität unseres Verstandes extrem stark runter. Wir sollen flüchten, wenn ein Tiger in der Nähe auftaucht und nicht lange darüber nachdenken, auf welche kreative Art und Weise wir dieses Mal mit der Situation umgehen wollen! (Aus diesem Grund gibt es nicht so viele kreative Menschen auf unserer Welt. Die sind alle vom Tiger gefressen worden! )

Wenn wir einen wenig sinnvollen emotionalen Modus gestartet haben, sind wir daran nicht unschuldig. Unser Emotionalgehirn versucht wie gesagt immer, uns in den passenden Zustand zur anstehenden Aufgabe zu bringen. Welche Aufgabe das jedoch im Einzelnen ist, entscheiden wir selbst. Die meisten Menschen sind sich jedoch über diese Entscheidung nicht bewusst. Und genau hier liegt der Kern unseres Glücks- und Realitätsgestaltungskonzeptes. Wir können bewusst bestimmen, in welchen Modus unser Emotionalgehirn uns bringt. Und wir können uns - gewusst wie - für einen Glücksmodus entscheiden!

Nehmen wir einmal die Partnerbeziehung, um die Konsequenzen dieser Entscheidung deutlich zu machen: Wenn wir beispielsweise ein negatives Verhalten unseres Partners eliminieren wollen, legen wir damit für unser Emotionalgehirn eine ganz klare Aufgabe fest: Wir wollen etwas Negatives eliminieren! Das ist eine Aufgabe, die das Emotionalgehirn kennt. Sofort startet es den entsprechenden Modus dazu, in dem auch Affen oder Hunde diese Aufgabe bewältigen. Sie gehen in den Kampfmodus und knurren sich an.

Wir Menschen tun das Gleiche, nur knurren wir auf eine andere Art und Weise. Wir lehnen unseren Partner ab, sind beleidigt oder machen ihm Vorwürfe, damit er erkennt, dass er etwas ändern muss. In aller Regel fühlt er sich dadurch angegriffen, denn sein Emotionalgehirn erkennt in unserer Ablehnung eine ganz klare Kampfhandlung. Es geht also ebenfalls in den Kampfmodus, um sich zu wehren.

Stellen wir uns einmal vor, unser Partner ist ein notorischer Zuspätkommer. Er hat sich zwar schon gebessert, aber wir müssen immer noch jedes Mal mindestens zehn Minuten auf ihn warten. Früher waren es sogar dreißig! Setzen wir uns also zum Ziel, diese zehn Minuten auch noch zu eliminieren. Sofort bringt uns unser Emotionalgehirn wie gesagt in den Kampfmodus, was sofort unsere Motive gegenüber unserem Partner verändert.

Kampfmotive: Wenn ein Muttertier seine Junge beschützen will, muss es bereit sein, ein Raubtier anzugreifen und es zu verletzen. Es muss sogar das Motiv dazu haben, sonst greift es gar nicht an. Das Motiv, den anderen zu verletzten, gehört daher unwiderruflich zum Kampfmodus.

Dies hat sehr häufig zur Folge, dass wir unserem Partner in einem Streit Dinge an den Kopf werfen, die wir eigentlich gar nicht so meinen und die wir später nur zu gerne wieder zurücknehmen würden. Doch allzu oft sitzt dieser Giftstachel bereits tief in der Seele und lässt sich so ohne weiteres auch nicht mehr entfernen. Im Kampfmodus will man halt verletzen. Hier geht es nicht darum, sachlich zu bleiben. Hier geht es darum, den anderen zu besiegen! Und genau das versuchen wir dann manchmal mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

Natürlich lässt unser Partner solch eine Verletzung nicht auf sich beruhen. Er wehrt sich in aller Regel mit den gleichen Waffen. Er versucht, uns ebenfalls zu verletzen. Im Versöhnungsmodus entschuldigen sich dann beide Seiten und verstehen dann nicht mehr, warum sie eigentlich all das gesagt haben. Das ist der günstigste Verlauf einer solchen Aktion!

Im ungünstigsten Fall greift der Partner jedoch zu einer ganz anderen Kampfmaßnahme, die wir gar nicht mehr als Retourkutsche auf unseren Angriff begreifen. Er entzieht uns möglicherweise noch Tage oder sogar Wochen später seine Liebe oder gibt uns keine Wertschätzung oder Aufmerksamkeit mehr. Oder er straft uns sogar mit Sexentzug oder gar Verachtung.

Wenn wir diese Retourkutsche nicht als solche erkennen oder nicht akzeptieren, werden wir das negative Verhalten des Partners abermals abstellen wollen. Und wann immer wir solch eine Abstellabsicht starten, weiß das Emotionalgehirn sofort, welcher emotionale Modus dazu der richtige ist. Es bringt uns erneut in den Kampfmodus! Das ganze Spiel beginnt von vorn. Wir gießen wieder Benzin aufs Feuer, verletzen unseren Partner, werden ebenfalls von ihm verletz, und alles wird noch schlimmer. Das kann sich tatsächlich über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinziehen!

Es gibt unzählige Paare, die sich auf diese Weise jahrelang gegenseitig das Leben schwer machen und sich schließlich trennen. Und das nur, weil sie ohne es auch nur zu ahnen, ständig den falschen emotionalen Modus starten und sich gegenseitig verletzen. Leider ist dies die Regel und nicht die Ausnahme. Es gibt nur sehr wenige Paare, bei denen es nicht so läuft. So gut wie jeder hat auf diese Weise schon einmal eine anfänglich große Liebe zerstört.

Tiere starten den Kampfmodus in einer Partnerschaft nur, wenn es um elementar wichtige Dinge wie beispielsweise Ehrlichkeit, Loyalität oder Gerechtigkeit geht und tragen diesen Kampf auf körperlicher Ebene aus. Wir Menschen gehen auch in den Kampfmodus wegen Zahnpastatuben oder noch besser - wenn es ums Prinzip geht! Doch wir kämpfen nicht mit Körperkraft sondern mit unserem Geist, der allerdings im Kampfmodus ganz erheblich an Leistungsfähigkeit verliert, denn der Kampfmodus wurde nicht zum denken geschaffen. Wir sagen also nicht nur Dinge, die den anderen verletzten sollen, wir sagen auch dumme Dinge!

Doch wie kann man diesen Unsinn stoppen? Die Antwort darauf ist einfach: Indem wir unserem Emotionalgehirn die richtige Aufgabe aufzeigen! Es bringt uns immer in den zur Aufgabe passenden Modus. Welche Aufgabe das jedoch im Einzelnen ist, legen wie gesagt wir selbst fest.

Wir Menschen sind genetisch darauf programmiert, unsere Lebensumstände permanent verbessern zu wollen. Grundsätzlich haben wir immer zwei Möglichkeiten dazu, die wir dann auch zu Aufgaben machen: Wir können Negatives reduzieren oder Positives vermehren. Beides führt theoretisch zu einer Verbesserung. Praktisch sieht dies jedoch sehr häufig ganz anders aus!

Etwas Negatives reduzieren oder eliminieren zu wollen, bringt uns unweigerlich sofort in den Kampf-, Flucht-, Todstell- oder Vermeidungsmodus. Etwas Positives vermehren zu wollen, bringt uns in einen positiven Motivations-, Freude-, Spaß-, Genuss- oder Zuneigungsmodus.

Schauen wir uns dazu jetzt wieder das Beispiel mit der Partnerbeziehung an. Unser Partner ist natürlich immer noch der gleiche notorische Zuspätkommer, aber wir haben uns dieses Mal dazu entschlossen, das Positive zu vermehren. Aufgrund dieser Motivation suchen wir automatisch als erstes nach dem Positiven, an dem wir ansetzen können, um es zu vermehren. Beim Bekämpfen des Negativen hatten wir natürlich nach dem Negativen gesucht, an dem wir ansetzen können. Das Positive fiel uns gar nicht auf. Mit unserer Positivmotivation erkennen wir jedoch jetzt, dass unser Partner bereits zwanzig Minuten pünktlicher geworden ist – und zwar uns zuliebe! Alleine das Erkennen, dass er dies uns zuliebe getan hat, bringt uns schon in den Zuneigungsmodus, indem wir natürlich sehr viel liebevoller mit unserem Partner umgehen werden als im Kampfmodus.

Was geschieht jetzt, wenn wir unserem Partner sagen, wie toll wir das finden? Gehen wir einmal davon aus, dass wir wirklich in einem positiven Glücksmodus sind und das deshalb auch so fühlen können! Wir finden es aufrichtig toll, dass er schon so viel pünktlicher geworden ist und sind ihm dankbar dafür, dass wir nicht mehr so lange warten müssen. Und zwar ganz offen und ehrlich!

Wie reagiert unser Partner auf diese Wertschätzung und Dankbarkeit? Sicherlich nicht mit dem Kampfmodus, wenn er unsere ehrliche Wertschätzung erkennt. Er wird noch mehr vom Positiven haben wollen! Er will noch mehr Wertschätzung, Dankbarkeit, Anerkennung und Liebe haben. Wir alle wollen das! Auch darauf sind wir genetisch programmiert. Die Folge davon: Das nächste Mal wird unser Partner versuchen, noch pünktlicher zu sein.

Natürlich funktioniert das nur, wenn wir tatsächlich nicht im Kampfmodus sind, was manchmal gar nicht so einfach ist. Ich habe mentale Werkzeuge entwickelt, mit denen es möglich ist, auch in schwierigen Situationen aus einem unsinnigen Kampfmodus heraus in einen passenden Glücksmodus zu kommen. Nur so zu tun, als würde man das Positive wertschätzen, dabei jedoch trotzdem noch die Absicht zu verfolgen, das Negative abzustellen, kommt beim Partner jedenfalls wie ein plumper Manipulationsversuch an. Wir Menschen spüren instinktiv, in welchem Modus ein anderer Mensch wirklich ist. Hier lässt sich unser Instinkt kaum austricksen.

Schaffen wir es jedoch, in unserer Beziehung den Kampfmodus zu vermeiden und stattdessen hauptsächlich im Glücksmodus zu bleiben, erleben wir eine glückliche Ausnahmebeziehung, wie es sie auf dieser Welt nur sehr wenige gibt. Schaut man sich solche Ausnahmebeziehungen genau an, erkennt man tatsächlich sofort, dass sich beide Partner ganz offensichtlich zur Vermehrung des Positiven entschieden haben, anstatt unsinnigerweise ständig in den Kampfmodus runter zu ziehen.

Wie gut die Vermehrung des Positiven in der Praxis tatsächlich funktioniert, haben die meisten Menschen schon einmal in der Verliebtheitsphase erlebt. Beide Partner wollen in dieser Phase das Positive vermehren. Das gehört aus evolutionären Gründen zum Verliebtheitsmodus und wird auch oft als rosarote Brille bezeichnet. Beide Partner verändern sich dabei völlig mühelos, schnell und oft ohne es überhaupt zu merken. Und sie verändern sich gerne!

Die Entscheidung zur Vermehrung des Positiven hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf unsere Beziehungen. Wir Menschen finden überall unzählige Gründe für das Eliminieren des Negativen. Wir gehen zum Beispiel auch in den Kampfmodus, wenn unser Computer abstürzt. In solch einem Fall züchtigen wir auch gerne mal unsere Computermouse! Und seien wir mal ehrlich: Sie hat es doch verdient, oder?!

Wir gehen ja sogar in den Kampfmodus, wenn wir schlechte Gefühle loswerden wollen. Wir lehnen dann die schlechten Gefühle ab, damit sie sich schlecht fühlen und einsehen, dass sie sich ändern müssen. Natürlich macht unsere Ablehnung unsere Gefühle noch einmal zusätzlich schlechter. Unsere Gefühle sind keine Menschen, die wir auf diese Weise ändern oder verjagen können, aber das kapiert unser Emotionalgehirn nicht. Es steht wie gesagt auf der Entwicklungsstufe eines Tieres.

Ein Tier denkt über seine Emotionen gar nicht erst nach und beurteilt sie damit auch nicht als gut oder schlecht. Das tun nur wir Menschen. Und wir setzen es uns sofort zur Aufgabe, das Schlechte zu eliminieren. Unser Emotionalgehirn hält sich dabei an eine einfache Programmierung: Wenn wir etwas Negatives loswerden wollen, dann bringt es uns in den Kampfmodus, um das Negative zu vertreiben. Es geht davon aus, dass alles, was wir loswerden wollen, ein lebendiges Wesen ist, das wir nur genug ablehnen müssen, damit es verschwindet.

So lehnen wir dann auch die Speckröllchen unterm Pullover ab. Die sollen gefälligst weggehen! Genauso wie das Soll auf unserem Bankkonto. Auch das bekämpfen wir sehr emotional. Und dass wir keinen Job haben, der uns jeden Tag aufs Neue mit Glück und Sinn erfüllt, und bei dem wir einen Haufen Geld verdienen, das lehnen wir natürlich ebenfalls ab - genau wie unsere Krankheiten oder die Tatsache, dass wir unsere Steuererklärung machen müssen.

Wir lehnen ab, was wir nicht sein wollen, was wir nicht tun wollen, was wir nicht wollen wollen, was wir nicht dürfen, alles, wovor wir Angst haben usw. usw. Wir bekämpfen einfach alles, was wir als negativ beurteilen. Das Negative soll gefälligst alles weggehen!

Doch nichts davon geht einfach weg, nur weil wir deswegen in den Kampfmodus runter ziehen. Im Gegenteil! In der Regel machen wir damit alles nur schlimmer. Wir können nicht mehr klar denken, haben eine angriffige und abschreckende Wirkung auf andere Menschen, haben das Motiv zu verletzen, machen uns mit einer zu häufigen Aktivierung des Kampfmodus sogar krank und fühlen uns zu allem Überfluss noch unglücklich. Glückliche Gefühle sind im Kampfmodus einfach nicht möglich. Wir sollen unseren Gegner verletzen und nicht lieb haben!

Es gibt natürlich Momente im Leben, wo der Kampfmodus angemessen ist. Dann nämlich, wenn wir tatsächlich körperlich gegen jemanden kämpfen müssen. Aber dieser Modus ist widersinnig, wenn ein Kampf nur mit Worten ausgetragen wird, denn er beraubt uns unserer geistigen Leistungsfähigkeit. Er ist noch unsinniger, wenn es unser Partner ist, mit dem wir eigentlich gemeinsam glücklich sein wollen. Gemeinsames Glück kann man nicht gegeneinander erkämpfen! Genauso widersinnig ist es, leblose Gegenstände wie Computer, Autos, Klamotten, die zu eng geworden sind, sich selbst oder unliebsame Lebensumstände zu bekämpfen. Weder unsere finanziellen Probleme werden dadurch gelöst, noch die Tatsache, dass wir mit unserer Partnerbeziehung oder mit uns selbst nicht zufrieden sind.

Dies ist der Grund, warum die meisten Menschen nur wenige Minuten des Tages im Glücksmodus verbringen. Der überwiegende Teil des Alltags wird im Kampfmodus verbracht, denn es gibt immer irgendetwas Negatives, was gerade stört oder in Zukunft irgendwann stören könnte. Einen weiteren beachtlichen Teil des Tages verbringt Otto Normalbekämpfer im Vermeidungs-, Flucht- oder Todstellmodus. Der Vermeidungsmodus ist von Abneigungsgefühlen oder Sorgen geprägt, der Fluchtmodus von Angst und Furcht, der Todstellmodus von Resignation, Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit.

Ich möchte an dieser Stelle darauf verzichten, auf diese drei Unglücksmodi ausführlich einzugehen, um den Rahmen dieses Glückstipps nicht vollends zu sprengen. Ich möchte dazu nur soviel sagen, dass mein neues Konzept natürlich auch für diese Unglücksmodi eine Lösung parat hält.

Die Aktivierung aller Unglücksmodi ist in der Regel in 99,9 Prozent aller Fälle vollkommen unsinnig und beruht lediglich auf ein Missverständnis des Emotionalgehirns. Gewusst wie ist es daher nicht sonderlich schwierig, die vier genannten Unglücksmodi in besagten 99,9 Prozent aller Fälle komplett zu vermeiden und stattdessen jedes Mal den tatsächlich zum jeweiligen Kontext passenden Glücksmodus zu aktivieren.

Die Unglücksmodi werden durch mein Konzept nur noch dann aktiviert, wenn sie tatsächlich sinnvoll sind. Wenn wir wie gesagt tatsächlich kämpfen müssen, oder wenn wir gerade über die Straße gehen und ein LKW mit 120 km/h angebraust kommt und wir tatsächlich kurz flüchten müssen. Oder wenn ein verdorbenes Essen vor uns steht, bei dem es sicherlich sinnvoll ist, für ein paar Sekunden in den Vermeidungsmodus zu gehen. Die vier Unglücksmodi haben natürlich ihren Sinn, und überall dort, wo sie sinnvoll sind, kommen sie in meinem Konzept auch zur Geltung. Doch das ist wie gesagt tatsächlich nur jedes tausendste Mal der Fall. Das bedeutet, wir gehen tausendmal häufiger als es sein müsste in einen Unglücksmodus. Es heißt auch, wir können tausendmal häufiger im Glücksmodus sein!

In Bezug auf die Realitätsgestaltung ist die Tatsache sicherlich nicht unbedeutend, dass du durch die häufige Aktivierung der Unglücksmodi auch ständig sehr negative Gedanken und Gefühle ins Universum aussendest. Dabei könntest du mit besagter einfacher Entscheidung zur richtigen Aufgabe fast permanent nur Glück ins Universum aussenden und zurück gespiegelt bekommen. Du könntest mit dieser einfachen Entscheidung ein Glücksmagnet werden und dein alltägliches Glücksempfinden auf ein Niveau bringen, dass die meisten Menschen überhaupt nicht für möglich halten, da sie den größten Teil ihres Lebens im Kampf-, Flucht-, Todstell- oder Vermeidungsmodus verbringen.

Was höchstes Glück sein kann, erlebt man erst, wenn man eine Weile nur noch im Glücksmodus gelebt hat, denn unsere neurologischen Glückssysteme sind zu Anfang noch gar nicht in der Lage, Glücksgefühle auf wirklich hohem Niveau zu produzieren. Sie müssen erst einmal trainiert werden. Als das Wochenend-Camp im letzten Oktober begann, wurde mir vor Glück sehr häufig schwarz vor Augen. Mein Kreislauf versagte einfach bei den gigantischen Gefühlen, die ich plötzlich empfinden konnte. Heute kosten mich diese Gefühle lediglich ein müdes Arschrunzeln, um es mal salopp auszudrücken. Mittlerweile bin ich ganz anderes gewohnt.

Das alles hängt tatsächlich nur von einer einfachen Entscheidung ab! Der Entscheidung, das Negative nur da zu bekämpfen, wo es tatsächlich sinnvoll ist, und das Positive überall dort zu stärken und zu vermehren, wo es irgendwie möglich ist. Diese generelle Entscheidung muss zu Anfang kontextbezogen bewusst in jeder Situation erneut getroffen werden bis sie schließlich im Unterbewusstsein für diesen Kontext verankert ist und dann in einer ähnlichen Situation automatisch aktiviert wird.

Probier es aus! Frage dich einfach öfter einmal: „Was ist jetzt sinnvoller: Negatives bekämpfen oder Positives vermehren?“ Oft wirst du dich bewusst zum Positiven entscheiden können und erleben, wie viel einfacher und schöner das Leben sein kann.

Sei jedoch nicht sauer, wenn du trotzdem in den Kampfmodus runter ziehst. Dein Unterbewusstsein wurde von Kindesbeinen an auf unzählige negative Aufgaben programmiert. Es kann daher sehr gut sein, dass es deine bewusste Entscheidung nicht annehmen will, obwohl dir sofort sonnenklar ist, dass der Kampfmodus hier vollkommen widersinnig ist und nur schadet. In der mündlichen Prüfung wusstest du auch, dass dein Stresszustand nur Probleme bringt und dich am Denken hindert. Trotzdem konntest du nicht einfach entscheiden, vollkommen ruhig und gelassen zu sein.

Dein Unterbewusstsein sitzt, was deine emotionalen Modi betrifft, immer am längeren Hebel. Lass dich bitte in solch einer Situation nicht dazu verleiten, gegen dein Unterbewusstsein zu kämpfen. Das würde dich natürlich sofort im Kampfmodus fixieren, aus dem du ja gerade heraus willst.

Ich habe effektive mentale Werkzeuge entwickelt, um diesbezüglich mit dem Unterbewusstsein zusammen zu arbeiten und die gewünschte Umstellung auf das Vermehren des Positiven überall dort, wo es sinnvoll ist, in Rekordzeit umzusetzen. Das Positive Fühlen ist eines dieser Werkzeuge.

Der Zeitaufwand zum Erlernen dieser Werkzeuge ist bezogen auf das, was man damit erreichen kann, unglaublich niedrig. Die meisten Menschen, arbeiten auf ihrem Weg zum Glück Jahrzehnte daran, um auf das Glücksniveau zu kommen, das meine Teilnehmer vom Wochenend-Camp jetzt in neun Monaten mit insgesamt fünf Wochenend-Seminaren erreicht haben. Durch die Erfahrungen des Wochenend-Camps ist es mir gelungen, diesen Zeitaufwand noch einmal erheblich zu reduzieren. Wir werden im Urlaubs-Camp noch insgesamt 14 Tage benötigen, um besagte Werkzeuge in Theorie und Praxis zu vermitteln.

Solltest du dabei sein, wirst du dich nach dem Camp in allen Bereichen deines Lebens selbstständig zum sinnvollsten Modus entscheiden können. Und das ist wie gesagt in 99,9 Prozent aller Fälle der Glücksmodus. Momente im Leben, in denen du so glücklich bist, dass du am liebsten die ganze Welt umarmen würdest, werden dann keine Seltenheit mehr sein sondern Alltag! Du wirst dich sehr häufig motiviert und begeistert fühlen, andere mit deinem Glück anstecken und mitreißen, dabei wirst du aus tiefster Seele wissen, dass du so, wie du bist, voll und ganz richtig bist. Du wirst dich schön und attraktiv fühlen und merken, wie andere Menschen sehr positiv auf dich reagieren. Und genau so kann dein gesamtes Leben sein – durch eine einfach aber elementare Entscheidung!   (alias Ella Kensington)


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